Am 16.06.2017 geht es für das gesamte Team von „Müller, Matisheck & Brokop“ auf Spargeltour. Wir freuen uns, dass auch unsere neue Mitarbeiterin, die am 01. Juli 2017 das Buchführungsteam verstärkt, dabei ist. Nähere Infos folgen. Insgesamt ist unsere Mannschaft nun auf 25 Köpfe (inkl. der Partner) angestiegen. Wir sagen all unseren Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön für das gezeigte Engagement und freuen uns auf ein paar nette gemeinsame Stunden abseits der Steuerwelt.

Der Bundesrat hat am 02.06.2017 beschlossen ab 2018 die Grenze für Sofortabscheibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter von 410,00 € auf 800,00 € zu erhöhen. Die Wertgrenze für steuerliche Aufzeichnungspflichten von GWG´s wird dann von 150,00 € auf 250,00 € angehoben. Die neuen Wertgrenzen sind erstmals bei Wirtschaftsgütern anzuwenden, die nach dem 31.12.2017 angeschafft, hergestellt oder eingeleg bzw. geliefert werden.

Brisantes Urteil des Bundesfinanzhofs vom 30.3.2017 hinsichtlich der Thematik „Geschenke an Geschäftsfreunde“.

Die Übernahme der pauschalen Einkommensteuer nach § 37b EStG für ein Geschenk unterliegt als weiteres Geschenk dem Abzugsverbot des § 4 (5) EStG, soweit bereits der Wert des Geschenks selbst oder zusammen mit der übernommenen pauschalen Steuer den Betrag von 35 Euro übersteigt.

Folge: Liegen die Nettokosten für ein Präsent knapp unter 35 Euro und die 35-Euro-Grenze wird durch die Abführung der Pauschaltsteuer überschritten, kippt der Betriebsausgabenabzug sowohl für das Präsent als auch für die Pauschalsteuer.
Bei Fragen hierzu sprechen Sie uns gerne an.

Der „Oldenburger Kramermarkt grüßt das Oktoberfest“

Mit einem Augenzwinkern stellen wir ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts München dar.

Der Verkauf von Backwaren in Festzelten unterliegt als sonstige Leistung dem Regelsteuersatz, also 19% und nicht 7%, wenn sich der Verkäufer die Nutzungsmöglichkeit der Festzelte gegen Entgelt einräumen ließ und ihm die Verzehrvorrichtungen der Bierzeltbetreiber zuzurechnen sind oder ihm die Mitnutzung vertraglich zugesichert wurde.

(FG München, Urteil vom 22.02.2017 – 3 K 2670/14; Revision zugelassen).

Piloten und Flugbeleiter aufgepasst!

Das Hessische Finanzgericht in Kassel hat entschieden (Az. 1 K 1824/15), dass Flugpersonal ihre erste Tätigkeitsstätte an jenem Flughafen haben, welcher im Arbeitsvertrag festgehalten wurde. Die Werbungskosten für Fahrten zwischen der Wohnung und Flughafen werden folglich nicht nach Reisekostengrundsätzen anerkannt, sondern im Wege der Entfernungspauschale (einfache Entfernung). Entscheidend sei gewesen, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer arbeitsvertraglich und mangels einer Befristung dauerhaft dem Flughafen zugeordnet hat. Wo der qualitative Schwerpunkt der Tätigkeit liege, sei seit der gesetzlichen Neuregelung ab 2014 ebenfalls nicht entscheidend. Bei dem Flughafen handele es sich um eine ortsfeste betriebliche Einrichtung. Ferner fanden im Streitfall am Flughafen Lehrgänge, Bürotätigkeiten, Gesundheitsüberprüfungen, Bereitschaftsdienste und das Simulatortraining stattg. Das genüge für die Annahme einer tatsächlichen Tätigkeit an der ersten Tätigkeitsstätte.

Gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts wurde Revision eingelegt. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat nun das letzte Wort (Az. des BFH: VI R 17/17).